NSI DresdenProjekteLutra lutraErste Ergebnisse des Projekts auf deutscher Seite

Auftaktveranstaltung Lutra lutra , 11.04.18

Erste Ergebnisse des Projektes auf deutscher Seite


Spannend ist die Auswertung der erfassten Daten. Im Ergebnis der bisherigen Arterfassung lässt sich erfreulicherweise feststellen, dass Fischotter im Gebiet regelmäßig vorkommen. An 55 Prozent der Kreuzungsstellen (263 von 472) waren zwar keine Besiedlungsspuren feststellbar, jedoch wurde an 209 Stellen (45 Prozent) Fischotterlosung verschiedener Kategorien (sehr frisch, frisch oder alt) vorgefunden (siehe Abb. 1). An keinem der untersuchten Gewässer fehlte die Art völlig.

Des Weiteren wurde an bachquerenden Brücken die Gefährdung für wandernde Fischotter bewertet, wobei nur an 63 Stellen (ca. 13 Prozent) von den 470 untersuchten Brücken eine große Gefahr für den Fischotter festgestellt wurde. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn unter der Brücke keine natürlichen Uferstreifen oder Bermen vorhanden sind und wandernde Fischotter den Weg über die Straße nehmen müssen. Positiv ist, dass bei 328 Brücken (70 Prozent) nur eine geringe Gefährdung vorliegt (siehe Abb. 2).

  Erste Lebensraumaufwertungen sind inzwischen erfolgt. So wurde auf 1.000 m² Uferfläche Drüsiges Springkraut (Impatiens glandulifera) – ein invasiver Neophyt – entfernt, um zur Gewässerökologisierung beizutragen. Zudem konnten zwei in unmittelbarer Bachnähe liegende, verlandete und trockengefallene Teiche revitalisiert werden.

Ergebnisse


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