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Habitatkartierung

Um Aussagen darüber treffen zu können, ob und wie die Gewässer beidseits der Grenze als Lebensraum für den Fischotter geeignet sind, wurden auf deutscher Seite auf 60 km Fließgewässerstrecke Habitatkartierungen durchgeführt. Das Hauptaugenmerk lag auf den grenznahen Gewässerabschnitten, da hier Migrationskorridore zwischen den Ländern zu erwarten sind. Die Fließgewässer wurden in 200 m-Abschnitte eingeteilt, entlang derer Parameter erfasst wurden, die sich negativ auf die Lebensweise des Fischotters auswirken können. Dazu gehören beispielsweise fehlende Vegetation oder anthropogene Bauwerke wie Ufermauern, Straßen, Gebäude oder Zäune, an denen die Wanderungsaktivitäten beeinträchtigt werden können. Zusätzlich folgte auf jeden 200 m-Erfassungsabschnitt ein Kontrollpunkt, der hinsichtlich seiner positiven Ausstattungsmerkmale für den Fischotter dokumentiert wurde. Dazu gehören natürliche Strukturen im Wasser wie zum Beispiel Inseln oder umgestürzte Bäume. Auch Holzstapel oder Steinhaufen, die Unterschlupfmöglichkeiten bieten, wurden erfasst. Als naturnah im Grenzbereich fiel dabei die Bobritzsch mit nahezu unverbauten Ufern auf. Auch der Holperbach bietet mit seinem natürlichen Gewässerverlauf im Grenzbereich gute Bedingungen für Wanderbewegungen von Fischottern zwischen Sachsen und Tschechien.


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